Webinar

Zellalterung: Was Blue Zones und Telomere darüber verraten

Inhalt des Webinars

Warum werden manche Menschen auf Sardinien oder in Okinawa auffällig alt, ohne dass ihre Zellalterung dem üblichen Muster folgt? Arzt Marcus Stanton geht dieser Frage in seinem Webinar nach und zeigt, welche Faktoren dabei wirklich eine Rolle spielen.

Marcus Stanton ist Arzt mit Fokus auf ganzheitliche Medizin und arbeitet individuell mit seinen Patient:innen. Er ist zudem persönlich an einer laufenden, EU-geförderten Untersuchung zu den Hundertjährigen auf Sardinien beteiligt, bei der epigenetische Einflussfaktoren mit einem von ihm mitentwickelten Gerät, dem S-Drive, erfasst werden.

Was Blue Zones über Zellalterung verraten

Sogenannte Blue Zones sind Regionen, in denen auffällig viele Menschen sehr alt werden, etwa Sardinien, die griechische Insel Ikaria, Okinawa in Japan, ein Gebiet in Kalifornien und Costa Rica. Was diese Regionen gemeinsam haben, ist bisher nicht abschließend geklärt, genau das untersucht Stantons laufende Studie auf Sardinien. Ähnliche Regionen mit auffällig alten Bevölkerungsgruppen gibt es laut Stanton auch im Himalaya, etwa bei den Hunzas, auch wenn diese demografisch weniger gut untersucht sind als die klassischen Blue Zones.

Interessant findet Stanton dabei auch die psychologische Komponente. Nach seiner Beobachtung altern Menschen, die sich stark mit gesellschaftlichen Altersklischees identifizieren, häufiger sichtbar entlang dieser Erwartung, während andere weniger in solchen Kategorien denken. Eigene Beobachtungen aus seiner Praxis bestätigen ihm dieses Muster immer wieder, auch wenn er selbst betont, nicht in solchen Alterskategorien zu denken. Eine endgültige Erklärung dafür gibt es nicht, er sieht darin aber einen Hinweis, wie eng Erwartungshaltung und körperlicher Verlauf zusammenhängen können.

Oxidativer Stress und die Zellalterung sichtbar machen

Als sichtbarstes Beispiel für Zellalterung nennt Stanton die Haut, an der sich Veränderungen durch abnehmenden Zellturgor, weniger Hyaluron und veränderte Kollagenfasern früh zeigen. Dahinter steckt aus seiner Sicht meist derselbe Mechanismus wie im restlichen Körper: oxidativer Stress durch freie Radikale, der die Struktur von Proteinen und Enzymen verändert und damit auch deren Funktion beeinträchtigt. Gerade bei Enzymen entscheidet die exakte Form maßgeblich darüber, welche Stoffwechselprozesse überhaupt ablaufen können, verändert sich diese Form, arbeiten die entsprechenden Prozesse langsamer oder gar nicht mehr.

Von außen wirken dabei laut Stanton unter anderem UV-Strahlung, aber auch petroleumbasierte Kosmetik und Mikroplastik mit ein, das sich selbst in Textilien und manchen Duschgels findet. Zur Wirksamkeit von Lichtschutzfaktoren verweist er auf uneinheitliche Studienlagen aus verschiedenen Ländern, ohne daraus eine pauschale Empfehlung gegen Sonnenschutz abzuleiten. Von innen zählt er Nährstoffmangel, chronische Entzündungsneigung und unzureichende Entgiftung zu den Faktoren, die diesen Prozess zusätzlich verstärken können.

Drei Schlüsselbegriffe der Zellalterung: Autophagie, Telomere, Methylierung

Für das biologische Verständnis von Alterung nennt Stanton drei zentrale Begriffe. Autophagie beschreibt den zelleigenen Aufräumprozess, bei dem beschädigte Bestandteile abgebaut und recycelt werden. Telomere sind die Endsequenzen der Chromosomen, die sich im Laufe des Lebens verkürzen können, wodurch sich Zellen irgendwann nicht mehr teilen. Damit einher geht auch, dass Gewebe sich langsamer erneuert, was Stanton als einen der zentralen Aspekte sichtbaren Alterns beschreibt. Methylierung wiederum beeinflusst, welche Genabschnitte aktiv abgelesen werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern.

Je weniger synthetische und toxische Substanzen im Körper zirkulieren, desto ungestörter laufen laut Stanton Stoffwechsel- und Reparaturprozesse ab, die auch die Telomerverkürzung mitbeeinflussen. Deshalb hält er eine regelmäßige, sanfte Entgiftung für einen wichtigen Baustein. Wie Entgiftung am effektivsten und ohne Rückvergiftung funktioniert, erklärt Raik Garve ausführlicher in unserem Beitrag Effektive Entgiftung.

Für die tägliche Anwendung empfiehlt Stanton meist die Kapselform von Toxaprevent, weil sich diese erst im Dünndarm öffnet, dort, wo aus seiner Sicht der Schwerpunkt bei Leaky-Gut-Themen liegt, üblicherweise drei Kapseln direkt nach dem Aufstehen und drei vor dem Schlafengehen. Das Pulver empfiehlt er eher, wenn zusätzlich Mund, Speiseröhre oder Magen gereizt sind, weil es dort schon früher wirksam wird.

Wer mehr über die Anwendung von Toxaprevent erfahren möchte, findet hier weitere Informationen zu Toxaprevent Medi Pure.

Inhaltsverzeichnis

TEILEN

Weitere Webinaraufzeichnungen

Der Einfluss der Zahngesundheit auf die Menopause – Dr. W. Kufahl

Wechseljahre und Zahngesundheit: Eine unerforschte Verbindung

Referent: Dr. Wolfgang Kufahl

Zahngesundheit in den Wechseljahren wird oft übersehen. Zahnarzt Dr. W. Kufahl zeigt im Webinar, was hilft.

Webinar anschauen
Froximun - Alle Produkte

Toxaprevent: FROXIMUN medical products for daily use

Referent: Marcus Stanton

Physician Marcus Stanton explains how Toxaprevent, FROXIMUN's zeolite-based medical device, supports gut health and daily wellness routines.

Webinar anschauen
Detox für den Körper: Leber und Niere im Zusammenspiel

Detox für den Körper: Wie Leber, Niere und Co harmonieren

Referent: Marcus Stanton

Arzt Marcus Stanton erklärt im FroximunWorld-Webinar, wie Leber, Niere und Schlaf beim Detox für den Körper zusammenspielen.

Webinar anschauen