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Leber entlasten: Warum das Organ mehr macht, als du denkst

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Drei Tage Saft trinken und die Leber ist entgiftet? Arzt Marcus Stanton hält wenig von solchen Versprechen. In seinem Webinar erklärt er, warum es mehr braucht, um die Leber wirklich zu entlasten, und warum das Organ weit mehr Aufgaben hat, als die meisten Menschen annehmen.

Marcus Stanton ist Arzt mit Fokus auf ganzheitliche Medizin. Ihm ist es wichtig, den Körper als System zu betrachten statt einzelne Symptome isoliert zu behandeln, und genau diesen Blick bringt er auch beim Thema Leber ein.

Manche nennen die Leber die Chemiefabrik des Körpers, ein Vergleich, den Stanton nur bedingt mag, der aber die Vielseitigkeit des Organs ganz gut trifft. Dabei geht es nicht immer um eine sichtbare Erkrankung. Stanton vergleicht eine überlastete, aber strukturell noch intakte Leber gerne mit einem Auto, das technisch einwandfrei ist, aber keinen Meter weit kommt, wenn der Tank leer ist. Auch entzündliche Leberveränderungen ohne klassische Virushepatitis kommen laut ihm häufiger vor als gedacht, teilweise im Zusammenhang mit einer Belastung durch das Epstein-Barr-Virus.

Warum die Leber mehr macht als nur entgiften

Fast alle Bestandteile des Blutes außer den roten und weißen Blutkörperchen sowie den Blutplättchen werden laut Stanton von der Leber gebildet, darunter Transporteiweiße wie Albumin. Auch der Abbau von Sexualhormonen läuft über die Leber, weshalb eine dauerhaft überlastete Leber die hormonelle Balance mit beeinflussen kann. Das kann sich auch an der Haut zeigen, auch wenn Hautunreinheiten oft mehrere Ursachen gleichzeitig haben und die Leber dabei nur ein Faktor unter mehreren ist.

Eine zentrale Rolle spielt außerdem das Zytochrom-P450-System. Es verarbeitet nicht nur Umweltgifte wie bestimmte Pilzgifte oder Pestizide, sondern auch viele Medikamente, bevor sie überhaupt wirksam werden können, den sogenannten First-Pass-Effekt. Sogar ein Schritt der Vitamin-D-Aktivierung findet laut Stanton in der Leber statt, weshalb ein niedriger Vitamin-D-Spiegel nicht immer nur an fehlendem Sonnenlicht liegt.

Wie du deine Leber entlasten kannst, ohne sie zusätzlich zu belasten

Ein Ansatz, den Stanton in seiner Praxis nutzt, ist der aktivierte Naturzeolith MANC, bekannt aus Toxaprevent. Er bindet Schwermetalle wie Cäsium, Blei, Strontium, Cadmium, Kobalt und Quecksilber sowie Aluminium, Histamin und Ammonium direkt im Darm und wird zusammen mit diesen Stoffen wieder ausgeschieden, ohne selbst aufgenommen zu werden. Für Histamin liegt die Bindungskapazität laut Stanton bei bis zu 81 Prozent der Oberfläche.

Entscheidend findet er dabei zwei Eigenschaften: Die Bindung ist selektiv, physiologisch wichtige Spurenelemente wie Zink, Kupfer oder Silizium bleiben unangetastet. Und sie ist irreversibel, anders als bei manchen Algenpräparaten, bei denen gebundene Stoffe im Verdauungstrakt teilweise wieder freigesetzt werden können. Weil die Bindung bereits im Darm stattfindet, muss die Leber diese Stoffe gar nicht erst selbst verarbeiten, was Stanton als echte Entlastung beschreibt, nicht nur für die Leber, sondern auch für die Nieren.

Der Darm als Ausgangspunkt der Leberbelastung

Über das Pfortadersystem gelangt alles, was der Darm aufnimmt, direkt zur Leber, noch bevor es in den restlichen Körperkreislauf geht. Ist die Darmwand gereizt oder durchlässiger als gewöhnlich, wird entsprechend auch mehr an die Leber weitergereicht. Wie genau eine gereizte Darmwand entsteht und was dagegen hilft, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag Darmbarriere stärken.

Auch Bitterstoffe empfiehlt Stanton häufig ergänzend, besonders in Kombination mit MANC. Er weist aber darauf hin, dass zum Beispiel Mariendistel vor allem bei entzündlichen Prozessen an der Leberzelle wirkt, während Bitterstoffe eher die allgemeine Funktion unterstützen, ein Unterschied, den er in der Praxis oft erklären muss.

Statt einer kurzen, intensiven Kur setzt Stanton deshalb eher auf einen kontinuierlichen, ruhigen Ansatz. Die heutige Schadstoffbelastung baut sich über Jahre auf, entsprechend braucht auch die Entlastung Zeit, keinen Wochenend-Impuls.

Wer seine Leber und die übrigen Stoffwechselorgane über einen längeren Zeitraum entlasten möchte, findet hier weitere Informationen zur 3-Monatskur für die Stoffwechselorgane.

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