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Leaky-Gut-Syndrom: Was wirklich in der Darmwand passiert

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Fast jeder hat den Begriff Leaky-Gut-Syndrom schon einmal gehört, oft im Zusammenhang mit Unverträglichkeiten oder Allergien. Arzt Marcus Stanton nennt es in seinem Webinar sogar die Volkskrankheit Nummer eins und erklärt, warum über die Darmwand tatsächlich ein maßgeblicher Einfluss auf das gesamte Immunsystem stattfindet, weit über allergieähnliche Reaktionen hinaus.

Marcus Stanton ist Arzt mit Fokus auf ganzheitliche Medizin und praktiziert in Lübeck an der Ostsee und ordnet medizinische Themen gerne im größeren Zusammenhang ein, statt nur einzelne Symptome zu behandeln. Er hat bei FroximunWorld bereits mehrere Webinare zur Darmgesundheit gehalten und beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Zusammenspiel von Darm und Immunsystem.

Was beim Leaky-Gut-Syndrom in der Darmwand passiert

Der Dünndarm ist mit über 400 Quadratmetern Oberfläche und einer Länge von viereinhalb bis sechs Metern eine der größten Kontaktflächen des Körpers zur Umwelt. Seine Zellen, die Enterozyten, sind über feine Verbindungspunkte, die Tight Junctions, eng miteinander verknüpft und erneuern sich alle 72 Stunden komplett.

Werden diese Zellen wiederholt gereizt, etwa durch bestimmte Zusatzstoffe in der Nahrung, können sich die Tight Junctions lockern. Dann gelangen sogenannte Lipopolysaccharide, kurz LPS, leichter durch die Darmwand. Genau diese selektive Durchlässigkeit einzelner Partikel beschreibt das Leaky-Gut-Syndrom, nicht das Bild eines löchrigen Siebs, durch das wahllos alles strömt. Welche Reizfaktoren dabei am häufigsten eine Rolle spielen, ist laut Stanton nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem bestimmte Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln, aber auch Rückstände waschaktiver Substanzen aus Reinigungsmitteln, die über Geschirr in geringen Mengen aufgenommen werden können.

Warum das Leaky-Gut-Syndrom so eng mit dem Immunsystem verknüpft ist

Rund um den Darm gruppieren sich laut Stanton etwa 70 Prozent des gesamten Immunsystems, ein Netzwerk aus Lymphgewebe, das auch GALT genannt wird, gut-associated lymphatic tissue. Sogar im Rachenbereich, dem sogenannten Waldeyer’schen Rachenring, findet bereits eine erste immunologische Kontrolle statt, noch bevor Nahrung überhaupt den Magen erreicht.

Gelangen LPS-Partikel durch eine durchlässigere Darmwand, aktivieren sie einen uralten Rezeptor namens TLR4, der auf nahezu jeder Körperzelle sitzt. Das Immunsystem reagiert mit erhöhter Entzündungsbereitschaft, die sich laut Stanton über den ganzen Körper ausbreiten kann. Ein Großteil dessen, was der Darm aufnimmt, gelangt zudem über die Pfortader direkt in die Leber, die bei einer gereizten Darmwand entsprechend mitbelastet wird. Je unruhiger die Situation an der Darmwand ist, desto eher überträgt sich diese Alarmbereitschaft laut Stanton auf den restlichen Körper, weshalb er bewusst an der Darmwand selbst ansetzt statt nur einzelne Symptome zu behandeln.

Diagnose beim Leaky-Gut-Syndrom: Warum Stanton auf Zonulin-Tests verzichtet

Ein oft gemessener Laborwert im Zusammenhang mit dem Leaky-Gut-Syndrom ist Zonulin, benannt nach den sogenannten Zonulae occludentes, den Verschlussstellen der Tight Junctions. Werte lassen sich dabei sowohl im Blut als auch im Stuhl bestimmen und miteinander vergleichen. Stanton ist hier bemerkenswert ehrlich: Er sieht keine verlässliche eins-zu-eins-Korrelation zwischen Zonulinwerten und der tatsächlichen klinischen Situation und verzichtet in seiner eigenen Praxis meist darauf.

Stattdessen orientiert er sich am Gesamtbild eines Menschen und setzt bei Verdacht auf Leaky-Gut-Syndrom in der Regel auf den Naturzeolith MANC aus dem Medizinprodukt Toxaprevent, unabhängig vom Testergebnis. Diese klinische, erfahrungsbasierte Einschätzung ist für ihn oft aussagekräftiger als ein einzelner Laborwert. Der Wirkstoff bindet unter anderem Histamin und Schwermetalle direkt im Darm und wird unverändert wieder ausgeschieden. Wie das Zusammenspiel von Darm und Stoffwechsel insgesamt funktioniert, erklärt Stanton ausführlicher in unserem Beitrag Darmgesundheit und Stoffwechsel.

Bei Bedarf kombiniert er das mit Verdauungsenzymen oder Bitterstoffen, wenn zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse zusätzliche Unterstützung braucht. Eine pauschale Empfehlung gibt es dabei nicht, jede Situation wird laut Stanton individuell betrachtet. Auch bei noch unklaren Beschwerden, etwa gelegentlichem Druckgefühl im Oberbauch ohne bestätigte Diagnose, hält er eine vorsorgliche Anwendung für sinnvoll, statt erst auf eindeutige Symptome zu warten.

Wer mehr über die Anwendung von Toxaprevent erfahren möchte, findet hier weitere Informationen zu Toxaprevent Medi Pure.

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