Falten sind sichtbar, aber längst nicht das eigentliche Problem. Gesundheitslehrer Raik Garve erklärt in seinem Webinar, warum Kollagenmangel weit mehr betrifft als die Haut und wie du Kollagen aufbauen kannst, ohne kompliziertes Fachwissen zu brauchen.
Raik Garve ist seit 2005 Gesundheitslehrer und Dozent in der Erwachsenenbildung. Er verbindet in seinen Vorträgen schulmedizinisches Grundlagenwissen mit praxisnaher Erfahrung, gerade bei Themen wie Bindegewebe, die im Medizinstudium seiner Erfahrung nach nur oberflächlich behandelt werden.
Warum Kollagenmangel mehr ist als Falten
Kollagen kommt laut Garve praktisch überall im Körper vor: in Knochen, Bändern, Sehnen, Blutgefäßen, Knorpel, im Darm und sogar im Glaskörper des Auges. Es bindet zusammen mit bestimmten Zuckereiweißketten Wasser im Gewebe, was für Straffheit und Elastizität sorgt. Lässt die Kollagenmenge nach, kann das Gewebe dieses Wasser schlechter halten, was Garve mit einer Art Austrocknung von innen vergleicht. Bemerkbar macht sich das laut Garve auch an dünnerer, empfindlicherer Haut, vermehrtem Haarausfall, spröden Nägeln und einer langsameren Wundheilung.
An der Haut zeigt sich das als Falten, doch weitaus relevanter findet Garve, was im Inneren passiert: Werden Blutgefäße durch Kollagenverlust starrer statt flexibel, kann das den Blutdruck beeinflussen und das Risiko für Gefäßprobleme erhöhen. Das erklärt aus seiner Sicht auch, warum die meisten Menschen nicht an Falten sterben, sondern an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ähnliches gilt für den Darm und die Muskulatur, in denen Kollagen ebenfalls einen relevanten Anteil des Gewebes ausmacht, auch wenn das von außen niemand sieht.
Wie Glyzin, Prolin und Glutamin beim Kollagen aufbauen helfen
Drei Aminosäuren machen laut Garve den größten Anteil im Kollagen aus. Glyzin ist unter anderem am Aufbau stabiler Blutgefäße und einer intakten Darmschleimhaut beteiligt und spielt außerdem eine Rolle für die Schlafqualität. Wie eng eine durchlässige Darmwand mit solchen Prozessen zusammenhängt, erklärt Marcus Stanton ausführlicher in unserem Beitrag zum Leaky-Gut-Syndrom.
Prolin kann nach Garves Darstellung bestimmten Enzymen entgegenwirken, die Kollagen abbauen, was besonders bei chronischem Stress von Bedeutung ist. Glutamin wiederum ist an der Regulation von Stickstoffmonoxid beteiligt, einem wichtigen Faktor für die Weite der Blutgefäße, und gilt zudem als Baustein für den Aufbau der Darmschleimhaut. Bei Osteoporose betont Garve, dass es nicht allein um den Kalziumgehalt des Knochens geht, sondern vor allem um die bindegewebige Matrix aus Kollagen, in die Kalzium erst eingelagert wird. Erste Beobachtungen deuten für ihn darauf hin, dass eine gezielte Kollagenzufuhr diese Matrix unterstützen kann, eine abschließende wissenschaftliche Einordnung steht dazu allerdings noch aus. Ähnlich zurückhaltend äußert er sich zur Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes, wo Kollagen aus seiner Sicht ein unterstützender, aber kein alleiniger Baustein ist.
Kollagen aufbauen im Alltag: Was wirklich hilft
Als Basis empfiehlt Garve klassische Knochenbrühe, ergänzt um ein Kollagenhydrolysat-Pulver mit möglichst breitem Aminosäureprofil. Wichtig sind außerdem die Kofaktoren, die der Körper für die eigene Kollagenproduktion braucht: Vitamin C, Vitamin E, Zink, Kupfer, Mangan und Silizium, etwa aus Nüssen, Hülsenfrüchten oder Ackerschachtelhalm. Auch bei der Ernährung rät Garve zu einer Mischung aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, weil Kollagen selbst ausschließlich in tierischen Quellen vorkommt und rein pflanzliche Ernährung diesen Baustein nicht ersetzen kann. Auch regelmäßige Bewegung setzt die nötigen mechanischen Reize für den Gewebeaufbau, während Stressabbau und ausreichend Schlaf den Abbau verlangsamen können, den chronischer Stress laut Garve zusätzlich befeuert.
Wer parallel mit Toxaprevent entgiftet, muss laut Garve keine Wechselwirkung befürchten. Er selbst nimmt morgens zuerst Toxaprevent, macht danach seinen Frühsport und trinkt erst später die Knochenbrühe mit dem Kollagenpulver, sodass zwischen beidem genug Abstand liegt. Eine feste Wartezeit von exakt einer bestimmten Stundenzahl hält er dabei für weniger entscheidend als den simplen Fakt, beides nicht gleichzeitig einzunehmen. Nach seiner eigenen Erfahrung machte sich eine spürbare Verbesserung bei Schlaf und Beweglichkeit nach einigen Wochen regelmäßiger Anwendung bemerkbar.
Wer mehr über die tägliche Anwendung von Toxaprevent erfahren möchte, findet hier weitere Informationen zu Toxaprevent Medi Pure.