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Heuschnupfen: Warum es nicht nur am Pollenflug liegt

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Tränende Augen, eine verstopfte Nase, kaum ist der Frühling da. Über Heuschnupfen wird meist so gesprochen, als wäre er reines Pech: Entweder man hat ihn, oder man hat eben Glück gehabt. Arzt Marcus Stanton stellte in einem FroximunWorld-Webinar eine andere Frage: Warum reagiert das Immunsystem überhaupt so heftig auf im Grunde harmlose Pollen?

Stanton begleitet in seiner Praxis viele Menschen mit Heuschnupfen und legt dabei den Fokus bewusst auf die Mechanismen dahinter, statt nur die Symptome während der Saison zu betrachten.

Heuschnupfen nimmt zu, aber warum eigentlich?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Waren 2015 und 2016 etwa 14 bis 15 Prozent der Bevölkerung betroffen, sind es inzwischen eher 18 bis 20 Prozent, mit einem besonders deutlichen Anstieg gerade bei Kindern und Jugendlichen. Offizielle Erklärungen verweisen meist auf Luftverschmutzung, Klimawandel und veränderte Pollenbelastung. Stanton hält diese Erklärung für zu kurz gedacht: Wenn ein Immunsystem grundsätzlich ausbalanciert ist, gibt es aus seiner Sicht keinen Grund, warum es derart überschießend auf harmlose Reize reagieren sollte.

Umweltfaktoren spielen durchaus eine Rolle, etwa verändern sich Pollen unter Umweltbelastung nachweislich in ihrer chemischen Zusammensetzung, Bäume reagieren darauf mit eigenen Abwehrstoffen, ähnlich wie bei anderen Stressreaktionen in der Natur. Doch für Stanton bleibt die eigentliche Frage, warum die Reaktionsbereitschaft des Immunsystems überhaupt so hoch ist, unabhängig davon, welcher konkrete Auslöser gerade zur Hand ist. Sein Vergleich: Ein Immunsystem, das in sich ruht, reagiert nicht automatisch überschießend auf jeden Reiz, ähnlich wie ein emotional ausgeglichener Mensch nicht bei jeder Kleinigkeit aus der Fassung gerät.

Was bei Heuschnupfen im Körper wirklich passiert

Auf den Schleimhäuten der Atemwege übernimmt vor allem ein Antikörpertyp die Erkennungsarbeit, das sekretorische Immunglobulin A. Es unterscheidet sich von anderen Antikörpertypen wie IgG oder IgM dadurch, dass es speziell und gezielt auf den Schleimhäuten selbst aktiv ist. Es erkennt Fremdstoffe, transportiert das Signal weiter und alarmiert das Immunsystem, nicht nur lokal, sondern im ganzen Körper. Ist die dafür zuständige TH2-Achse des Immunsystems überaktiv, reagiert der Körper zunehmend auf Dinge, die eigentlich völlig harmlos sind, statt gezielt zwischen echter Gefahr und normalem, alltäglichem Kontakt zu unterscheiden.

Zentral beteiligt ist dabei Histamin, das aus den Mastzellen freigesetzt wird, den körpereigenen Speicherzellen des Immunsystems. Wie viel davon im Körper zirkuliert, hängt auch davon ab, wie gut es wieder abgebaut wird. Das zuständige Enzym Diaminoxidase braucht dafür ausreichend Kupfer als Baustein, ein Mangel daran kann den Histaminabbau zusätzlich bremsen und die Reaktionsbereitschaft weiter erhöhen. Auch der Zustand der Darmwand spielt hier laut Stanton eine wichtige Rolle, ein gereizter Darm gilt als einer der grundlegenden Trigger für eine insgesamt erhöhte Histaminlast im gesamten Körper.

Wie MANC bei Heuschnupfen unterstützen kann

Der aktivierte Naturzeolith MANC, bekannt aus der Toxaprevent-Produktreihe, kann Histamin direkt binden und dadurch den Gesamtlevel im Körper senken. Gleichzeitig kann er zur Beruhigung der Darmwand beitragen, die als einer der grundlegenden Regulationsfaktoren für das Immunsystem gilt. Für Stanton ist das eher ein grundsätzlicher Beeinflussungsansatz zur Änderung der Regulation als eine schnelle Lösung für den akuten Moment im Alltag.

Eine praktische Empfehlung aus Stantons Praxis: Wer weiß, dass Heuschnupfen für ihn ein wiederkehrendes Thema ist, kann bereits im Herbst oder Winter beginnen, den Körper schrittweise zu unterstützen, statt erst mit den ersten Frühblühern im März zu reagieren. Diese Vorbereitungszeit nutzt er in seiner Praxis ganz gezielt, damit zu Beginn der Pollensaison bereits eine ruhigere Ausgangslage im Körper besteht. Wie du das konkret für dich und deine Situation umsetzt, besprichst du am besten individuell mit deinem Arzt oder Therapeuten.

Mehr zu den grundlegenden Mechanismen hinter Allergien liest du vertiefend in unserem Artikel Allergien verstehen.

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