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Haarausfall in den Wechseljahren: Was wirklich dahintersteckt

Inhalt des Webinars

Hormone, Vererbung, einfach Pech: Für Haarausfall gibt es viele gängige Erklärungen. Arzt Marcus Stanton zeigt in seinem Webinar, dass Haarausfall in den Wechseljahren oft mit ganz anderen Faktoren zusammenhängt, an denen sich tatsächlich etwas ändern lässt.

Marcus Stanton ist Arzt mit Fokus auf ganzheitliche Medizin und praktiziert in Lübeck. Statt langer Listen, was alles falsch läuft, konzentriert er sich in seinen Vorträgen bewusst auf das, was sich im Alltag wirklich beeinflussen lässt.

Vier Einflussfaktoren bei Haarausfall

Stanton nennt vier Bereiche, die bei Haarausfall eine Rolle spielen. Der erste sind hormonelle Einflüsse, das klassische Bild vom Testosteronspiegel oder dem Alter. Das stimmt teilweise, aber laut Stanton entscheidet weniger der einzelne Hormonwert als die Dynamik dahinter, wie stark und wie schnell sich etwas verändert. Nur auf Vererbung oder Schicksal zu verweisen greift für ihn deshalb zu kurz, auch wenn eine familiäre Veranlagung häufiger vorkommt.

Der zweite Bereich ist Nährstoffmangel, einer der stärksten Einflussfaktoren nach seiner Einschätzung. Dabei geht es weniger darum, möglichst viele einzelne Vitamine zu schlucken, sondern darum, dass Nährstoffe überhaupt dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Der dritte und vierte Bereich, Stoffwechselstress und das Immunsystem, hängen für Stanton eng zusammen. Häufig stecken hinter Haarausfall stille, dauerhafte Entzündungsprozesse, bei denen Antikörper die Strukturen der Haarfollikel angreifen, nicht nur bei diagnostizierten Autoimmunerkrankungen, sondern auch als leiser Dauerzustand im Hintergrund. Stanton verweist dabei auf einen Immunologen, mit dem er zusammengearbeitet hat, um genau solche stillen Entzündungsmuster im Zusammenhang mit Haarverlust besser zu verstehen und gezielter anzugehen.

Warum Haarausfall in den Wechseljahren oft mit der Leber zusammenhängt

Auf die Frage, ob eine Entlastung von Darm und Leber auch Hitzewallungen in den Wechseljahren beeinflusst, antwortet Stanton eindeutig mit Ja. Hitzewallungen hängen aus seiner Sicht mit den stark schwankenden Sexualhormonen zusammen, und genau diese Hormone werden zu einem großen Teil in der Leber abgebaut. Ist die Leber entlastet, kann sie diesen Abbau gleichmäßiger leisten, was zu einer insgesamt ausgeglicheneren Hormonlage beitragen kann. Diese Achterbahnfahrt der Hormone ist es, die für die typischen Wechseljahresbeschwerden verantwortlich sein kann, nicht allein der sinkende Hormonspiegel selbst.

Ergänzend nennt Stanton pflanzliche Optionen wie Mönchspfeffer, die manche Menschen zusätzlich als unterstützend empfinden, betont aber, dass die Grundlage für ihn die Entlastung der Leber bleibt, nicht ein einzelnes Zusatzmittel. Ob ein Zusatzmittel überhaupt sinnvoll ist, hängt für ihn außerdem davon ab, wie eine Person individuell darauf reagiert, eine pauschale Empfehlung gibt er dazu bewusst nicht. Wie sich eine gereizte Darmwand auf den restlichen Körper auswirkt, erklärt Stanton ausführlicher in unserem Beitrag zum Leaky-Gut-Syndrom.

Wie du deinen Nährstoffhaushalt für die Haare unterstützen kannst

Statt jedes einzelne Vitamin für Haare aufzulisten, konzentriert sich Stanton auf einen zentralen Punkt: Solange die Darmwand gereizt ist, kommen selbst gut dosierte Nährstoffe kaum dort an, wo sie gebraucht werden. Er setzt deshalb meist auf eine Multimineralmischung in Kombination mit Toxaprevent, statt einzelne Vitamine isoliert hochzudosieren. Bei speziellen Situationen, etwa veganer Ernährung mit weniger Vitamin B12 oder starkem beruflichem Stress, ergänzt er gezielt einzelne Nährstoffe, statt sich blind an einer allgemeinen Liste zu orientieren.

Zur Einnahme empfiehlt Stanton die Toxaprevent-Kapseln morgens direkt nach dem Aufstehen und abends vor dem Zähneputzen, die Mineralstoffe jeweils kurz vor einer Mahlzeit, damit sie mit der Nahrung aufgenommen werden. Entscheidend ist für ihn vor allem die langfristige Anwendung: Bei ausgeprägtem Haarausfall rechnet er mit mindestens einem halben Jahr, allein die Darmwand selbst braucht nach seiner Erfahrung schon vier bis fünf Monate, um sich zu beruhigen. Erst danach lässt sich laut Stanton die Anwendung nach und nach reduzieren, während die Grundversorgung mit Toxaprevent für ihn ohnehin eine sinnvolle Dauergewohnheit bleibt, unabhängig vom Haarthema.

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