Eine Fettleber wird oft schnell mit Alkohol in Verbindung gebracht, und viele Betroffene ärgern sich über diese Unterstellung zu Unrecht. Arzt Marcus Stanton erklärte in einem FroximunWorld-Webinar, was tatsächlich hinter einer Fettleber steckt und warum das Thema weit über die Leber selbst hinausgeht, bis hin zum gesamten Stoffwechsel.
Stanton begegnet in seiner Praxis häufig Menschen mit erhöhten Leberwerten, bei denen vorschnell nach Alkoholkonsum gefragt wird, oft zu Unrecht. Sein Ausgangspunkt ist ein anderer: Warum entsteht eine Fettleber überhaupt, und welche Rolle spielt die Leber im großen Ganzen des Körpers?
Warum Bauchfett mehr ist als nur Fettgewebe
Das sogenannte viszerale Fettgewebe, also nicht sichtbares Fett im Bauchraum, wurde bereits 2006 in einer Fachzeitschrift augenzwinkernd als „größtes endokrine Organ des Körpers“ bezeichnet. Der Grund: Dieses Fettgewebe produziert selbst Hormone und Botenstoffe, sogenannte Zytokine, darunter TNF-alpha sowie die Interleukine 1 und 6, die auch mit Prozessen im Nervensystem in Verbindung gebracht werden. Diese Stoffe fördern Entzündungsprozesse im ganzen Körper.
Genau das ist auch bei der nichtalkoholischen Fettleber der Fall, medizinisch NAFLD genannt, für Non-Alcoholic Fatty Liver Disease. Sie entsteht unabhängig von Alkoholkonsum, wenn sich Fett in der Leber ablagert und das Gewebe dadurch entzündet. Diese Entzündungsbereitschaft steht in engem Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom, früher auch als Syndrom X bezeichnet, einer Kombination aus erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck, Übergewicht und gestörter Insulinregulation. Auch Typ-2-Diabetes gehört in dieses Bild, denn die Erkrankung ist im Kern ebenfalls immunologisch geprägt, unter anderem durch eine abnehmende Dichte der Insulinrezeptoren. Je schlechter es der Leber insgesamt geht, desto deutlicher wirkt sich das auch auf die Blutfettwerte aus.
Wie die Darmwand mit der Fettleber zusammenhängt
Ein Mechanismus, den Stanton besonders hervorhebt, betrifft die Darmwand. Alles, was der Darm aufnimmt, wird über die Pfortader direkt zur Leber transportiert, sie ist die erste Anlaufstelle für alles, was von dort kommt. Die Leber verfügt dafür über eigene immunologische Wächterzellen, die sogenannten Kupffer-Sternzellen, und über umfangreiche Stoffwechselkapazitäten, um ankommende Substanzen zu verarbeiten und umzubauen, etwa auch Medikamente, die dort erst in ihre aktive, wirksame Form überführt werden.
Ist die Darmwand gereizt, im Sinne eines Leaky-Gut-Syndroms, gelangen vermehrt sogenannte Endotoxine, auch Lipopolysaccharide genannt, in den Blutkreislauf und belasten die Leber zusätzlich. Je gereizter die Darmwand also ist, desto mehr zusätzliche Arbeit hat die Leber neben der eigentlichen Fettverarbeitung noch täglich zu bewältigen. Für Stanton ist das einer der Gründe, warum eine Fettleber selten isoliert betrachtet werden sollte, sondern immer im Zusammenhang mit dem Zustand des gesamten Verdauungstrakts und des Stoffwechsels insgesamt.
Was MANC dabei leisten kann und was nicht
An dieser Stelle stellt Stanton selbst eine wichtige Klarstellung voran: Der aktivierte Naturzeolith MANC, bekannt aus der Toxaprevent-Produktreihe, sorgt nicht für Gewichtsverlust, eine solche Interpretation weist er im Webinar ausdrücklich und deutlich zurück. Sinnvoll ist die Anwendung stattdessen als Begleitung zu einer bewussteren Lebensweise, sei es bei der Ernährung, bei mehr Bewegung oder während eines Fastenzyklus, immer als unterstützender Baustein, nie als Ersatz dafür.
MANC verbleibt vollständig im Magen-Darm-Trakt, bindet dort selektiv Toxine sowie Histamin und kann so zur Beruhigung der Darmwand beitragen. Weniger Reizung an der Darmwand bedeutet potenziell auch weniger zusätzliche Belastung für die Leber, die dadurch wieder mehr Kapazität für ihre eigentlichen Aufgaben hat, was sich laut Stanton auf ganz unterschiedlichen Ebenen bemerkbar machen kann, vom Stoffwechsel bis zum allgemeinen Energielevel im Alltag. Wie du das sinnvoll in deinen Alltag einbaust und mit welchen weiteren Schritten du es kombinierst, besprichst du am besten individuell mit deinem Arzt oder Therapeuten.
Wie Leber und weitere Organe bei der täglichen Entgiftung zusammenarbeiten, erfährst du in unserem Artikel Entgiftungsorgane.