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Allergien verstehen: was hinter der Reaktion wirklich steckt

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Eine Person verträgt Erdbeeren plötzlich nicht mehr, eine andere reagiert jedes Frühjahr auf Pollen, obwohl das früher nie ein Thema war. Viele nehmen das einfach hin, als Schicksal, das eben manche trifft und andere nicht. Arzt Marcus Stanton widerspricht dem in einem FroximunWorld-Webinar deutlich: Um Allergien wirklich zu verstehen, muss man einen Blick auf die dahinterliegenden Mechanismen werfen, statt nur die sichtbaren Symptome zu betrachten.

Stanton begleitet in seiner Praxis viele Menschen mit allergischen Beschwerden und geht dabei bewusst über die reine Symptomunterdrückung hinaus. Sein Ausgangspunkt: Das Immunsystem kommuniziert ständig, und Allergien entstehen, wenn diese Kommunikation aus dem Gleichgewicht gerät. Allergien verstehen heißt für ihn deshalb vor allem, diese Kommunikationsstörung zu erkennen, statt nur das Ergebnis davon zu behandeln.

Allergien verstehen: wie das Immunsystem kommuniziert

Das Immunsystem lässt sich vereinfacht in zwei Achsen unterteilen. Die eine, angeboren und zellulär, reagiert unmittelbar auf Reize. Die andere entwickelt sich erst im Laufe des Lebens, unter anderem durch den Kontakt mit Kinderkrankheiten und Infekten, und lernt dabei, zwischen harmlosen und relevanten Reizen zu unterscheiden. Ist diese zweite, erlernte Achse überaktiv, entstehen laut Stanton viele der typischen Allergiereaktionen, weil der Körper einen großen Pool an Antikörpern bildet, die dann wie kleine Zeitzünder an verschiedensten Stellen reagieren können.

Wichtig ist ihm dabei eine Klarstellung: Allergien fallen nicht einfach vom Himmel. Sie bilden sich, teils schon vor der Geburt, teils über Jahre hinweg durch individuelle Einflussfaktoren wie Umweltbelastungen oder eine berufliche Vorgeschichte mit bestimmten Stoffen. Ein Beispiel aus seiner Praxis: Bei einer Person mit Bürojob und ausgeprägten Beschwerden fiel ihm eine mögliche Schwermetallbelastung auf, obwohl der aktuelle Alltag dafür wenig Anlass bot. Erst ein genauerer Blick in die Vorgeschichte zeigte, dass die Person früher jahrelang als Schweißerin oder Schweißer gearbeitet hatte, zu einer Zeit mit deutlich geringeren Schutzmaßnahmen als heute. Genau deshalb lohnt sich für ihn immer der Blick auf die persönliche Vorgeschichte, bevor er über nächste Schritte spricht.

Histamin und der oft übersehene Nährstoff-Faktor

Eine zentrale Rolle in diesem Geschehen spielt Histamin. Wie gut der Körper es wieder abbauen kann, hängt von zwei Hauptenzymen ab. Die Diaminoxidase arbeitet vor allem im Verdauungstrakt und braucht dafür ausreichend Kupfer, ein Mangel daran ist laut Stanton häufiger, als viele annehmen. Das zweite Enzym, die Histamin-N-Methyltransferase, ist eher in Haut und Peripherie aktiv und benötigt Vitamin B6 sowie SAMe, einen Stoff, den die Leber normalerweise selbst bildet. Ist die Leber jedoch stark ausgelastet, kann auch hier weniger produziert werden, was den Histaminabbau zusätzlich bremst.

Warum die Darmwand der wichtigste Hebel ist

Den größten Einfluss auf den Grundzustand des Immunsystems sieht Stanton in der Dünndarmwand, mit ihrer gewaltigen Fläche von rund 400 Quadratmetern. Ist sie beruhigt und funktioniert ihre Barriere zuverlässig, im Sinne von durchlässig für Nährstoffe, aber verschlossen für alles andere, reduziert sich bei vielen Menschen automatisch auch die allergische Reaktionsbereitschaft. Für die häufigeren Unverträglichkeiten, weniger für den akuten Soforttyp mit anaphylaktischer Reaktion, ist das aus seiner Sicht der wesentliche Ansatzpunkt.

Hier kann der aktivierte Naturzeolith MANC unterstützen, bekannt aus der Toxaprevent-Produktreihe. Er kann Histamin direkt binden und dadurch den Gesamtlevel im Körper senken, während er gleichzeitig zur Beruhigung der Darmwand beitragen kann. Wie du das sinnvoll in deinen Alltag einbaust und mit welchen weiteren Maßnahmen du es kombinierst, besprichst du am besten individuell mit deinem Arzt oder Therapeuten.

Mehr zum Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Allergien liest du in unserem Artikel Mundgesundheit und Allergien.

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