Wer heute ein Produkt mit MANC in den Händen hält, kennt selten den Namen dahinter. In einem FroximunWorld-Webinar hat Umweltzahnmediziner Dr. Wolfgang Kufahl genau diesen Namen sichtbar gemacht: Prof. Dr. Karl Hecht, dessen Forschung über zwei Jahrzehnte die Grundlage für den heutigen Einsatz von Zeolithen in der Zahnmedizin gelegt hat.
Dr. Kufahl kannte Hecht persönlich. Der Austausch der beiden begann 2004 und dauerte bis zu Hechts Tod im Jahr 2022, unter anderem bei einem vierteljährlichen „Zeolith-Stammtisch“ in Hechts Arbeitszimmer. Das Webinar versteht Kufahl selbst als Hommage an einen Menschen, dem er nach eigenen Worten einen Großteil seines Wissens über Zeolithe verdankt.
Wer war Prof. Dr. Karl Hecht?
Karl Hecht wurde 1924 in Wolmirstedt geboren und starb 2022 in Berlin. Er war Mediziner und Neurophysiologe, gilt als Pionier der Umweltmedizin und zählte zu den führenden Weltraummedizinern im ehemaligen Ostblock. Von 1977 bis 1991 leitete er das Institut für experimentelle und klinische Pathophysiologie an der Charité, verfasste über 800 wissenschaftliche Publikationen und betreute 173 Doktorandinnen und Doktoranden, teils noch weit nach seiner offiziellen Pensionierung.
Sein Forschungsspektrum reichte von Stressforschung über Chronobiologie und Schlafforschung bis zur Umweltmedizin, mit Elektrosmog als einem seiner großen Themen. Kufahl beschreibt, wie sich aus diesen Wurzeln später das Konzept der Mund-Darm-Hirn-Achse entwickelte, eine Erweiterung der bekannteren Darm-Hirn-Achse um die Rolle der Mundhöhle. Ein Gedanke, der laut Kufahl heute aktueller ist denn je, seit auch das Mikrobiom im Mund zunehmend als eigenständiges Forschungsfeld verstanden wird und nicht mehr nur als Randthema der Darmgesundheit.
Silizium als Schlüsselmineral: Hechts zentrale Erkenntnis
Im Zentrum von Hechts späterem Werk stand Silizium, neben Magnesium eines der Mineralien, die an einem Großteil der Stoffwechselprozesse im Körper beteiligt sind. 2005 veröffentlichte er dazu das erste umfassende deutschsprachige Werk zu Naturmineralien und Regulation, drei Jahre später folgte ein Buch, das sich gezielt dem Clinoptilolith-Zeolith widmete.
Ein historischer Meilenstein, den Kufahl im Webinar besonders hervorhebt: Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 wurde Zeolith gezielt eingesetzt, um radioaktive Stoffe wie Cäsium zu binden, teils sogar per Hubschrauber über dem havarierten Reaktor abgeworfen. Auch der Chemie-Nobelpreisträger Linus Pauling hatte sich bereits in den 1930er Jahren mit der Struktur von Zeolithen beschäftigt, allerdings mit Fokus auf Katalyse und Wasseraufbereitung statt auf Anwendungen am Menschen. Hecht griff diese frühen Arbeiten auf und führte sie in seiner eigenen Forschung weiter.
Die umfangreichste Grundlagenforschung zu Zeolithen stammt laut Kufahl aus der ehemaligen Sowjetunion, daneben lieferten auch die USA, Japan und China wichtige Beiträge. Ein bekanntes Beispiel aus den USA ist QuikClot, ein Präparat auf Zeolith-Basis zur Blutstillung, das beim US-Militär bei Schwerverwundeten zum Einsatz kam. Genau dieses breit verstreute internationale Wissen war es, das Hecht für den deutschsprachigen Raum erstmals systematisch zusammentrug.
Von der Forschung zur Praxis: wie Hechts Arbeit zu MANC führte
Bis Kufahl 2006 die erste deutschsprachige Veröffentlichung zum Einsatz von Zeolithen in der Zahnmedizin verfasste, gab es dazu praktisch keine Fachliteratur im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum standen von Anfang an die Unterstützung bei der Ausleitung von Schwermetallen, die mögliche Stabilisierung des Immunsystems und die Bedeutung von Zeolithen für die Mundgesundheit, Themen, die Kufahl gemeinsam mit Hecht immer weiter vertiefte.
Diese jahrzehntelange Forschungsarbeit bildet bis heute die wissenschaftliche Grundlage für den aktivierten Naturzeolith MANC, wie er in der Toxaprevent-Produktreihe zum Einsatz kommt. Für Kufahl ist das Webinar deshalb auch ein Stück Wissensbewahrung. Wissen, das über 20 Jahre in persönlichen Gesprächen und quartalsweisen Treffen entstand, soll nicht mit dem Tod eines einzelnen Forschers verloren gehen, sondern weitergetragen werden, in die Praxis und an die nächste Generation.
Mehr über die Entstehungsgeschichte von FROXIMUN liest du auf unserer Seite Alles über FROXIMUN.
Mehr zur Toxaprevent-Produktreihe erfährst du hier