Was genau ist eigentlich Lebensenergie, und woher kommt sie? Gesundheitslehrer Raik Garve geht dieser Frage in seinem Webinar in drei Schritten nach: Woher unsere Energie stammt, wie sie im Tagesverlauf schwankt und was du konkret tun kannst, um sie zu stärken.
Raik Garve ist seit 2005 Gesundheitslehrer und Dozent in der Erwachsenenbildung. Er verbindet in seinen Vorträgen schulmedizinisches Wissen mit Konzepten aus Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin zu einem eigenen, ganzheitlichen Blick auf Gesundheit.
Was Raik Garve unter Lebensenergie versteht
Garve nennt drei Hauptquellen für Lebensenergie: die Sonnenstrahlung, die Atemluft und die Nahrung. Nach seiner Darstellung stammt der größte Teil davon, rund drei Viertel, direkt aus Strahlung, die der Körper unmittelbar aufnimmt, nur etwa ein Viertel liefert die Nahrung. Er bezeichnet den Menschen deshalb als eine Art „Lichtsäuger“, ein Bild, das in der Schulmedizin unüblich ist, mit dem Garve aber verdeutlichen will, dass Energiezufuhr aus seiner Sicht mehr ist als nur Kalorienaufnahme.
Diese direkt aufgenommene Energie wird laut Garve unter anderem in einer speziellen Wasserstruktur an den Zellmembranen gespeichert, dem sogenannten hexagonalen Wasser, das er als eine Art zellulären Akku beschreibt. Neben dem sichtbaren, physischen Körper geht Garve zusätzlich von einem feinstofflichen oder ätherischen Körper aus, den viele auch als Aura kennen, verbunden über Kanäle, die in fernöstlichen Traditionen Nadis oder Meridiane genannt werden und mit Nervensystem, Hormonsystem und Blutkreislauf in Wechselwirkung stehen sollen. Diese Vorstellung ist Teil von Garves eigenem, ganzheitlichem Modell und deckt sich nicht mit dem schulmedizinischen Verständnis von Energiestoffwechsel, er selbst stellt sie aber genau in diesem Rahmen als seine Perspektive dar.
Warum nicht jede Stunde des Tages gleich ist
Neben diesem größeren Bild beschreibt Garve auch handfestere Mechanismen. Der zirkadiane Rhythmus steuert über etwa 24 Stunden unser Schlaf-Wach-Muster, daneben gibt es kürzere, ultradiane Zyklen von rund 90 Minuten, in denen Energiehochs und Tiefs wechseln. Bei den meisten Menschen liegt ein erstes Leistungshoch am Vormittag, ein kurzes Tief um die Mittagszeit und ein zweites Hoch am Nachmittag, bevor die Energie zum Abend hin abnimmt.
Wie genau dieser Verlauf aussieht, ist laut Garve individuell verschieden, je nachdem, ob jemand eher ein früher oder später Chronotyp ist. Entscheidend ist weniger, sich mit anderen zu vergleichen, sondern selbst herauszufinden, wann die eigenen Energiehochs liegen, um anspruchsvolle Aufgaben genau dann zu erledigen und Routinearbeiten in die ruhigeren Phasen zu legen.
Lebensenergie im Alltag stärken
Ein zentraler Grundsatz aus Garves Vortrag lautet, dass Energie sowohl durch Übergebrauch als auch durch Nichtgebrauch abnimmt. Statt den ganzen Tag im selben Tempo durchzuarbeiten, empfiehlt er ein Muster aus kurzen, fokussierten Phasen und bewussten Erholungspausen, ähnlich einem Sprinter statt einem Dauerläufer, mit einer groben Orientierung von etwa 20 Prozent Belastung zu 80 Prozent Regeneration. Anders ausgedrückt: Wer versucht, den ganzen Tag konstant auf Hochtouren zu laufen, verliert nach Garves Beobachtung am Ende eher an Energie, als dass er davon profitiert.
Dabei unterscheidet er zwischen Eustress, kurzem und akutem Stress, der den Körper eher trainiert, und Distress, der chronischen Variante, die auf Dauer erschöpft. Nach dem Prinzip der Überkompensation baut der Körper nach einem Reiz und ausreichender Erholungszeit zusätzliche Ressourcen auf, wodurch die Widerstandsfähigkeit mit der Zeit wächst.
Für den Alltag nennt Garve einfache, wiederholbare Routinen: eine feste Aufwachzeit, ausreichend Wasser und Spurenelemente, moderate tägliche Bewegung und ein möglichst regelmäßiger Schlafrhythmus, gerade weil Schichtarbeit diesen Rhythmus immer wieder durcheinanderbringt. Auch eine regelmäßige, sanfte Unterstützung der körpereigenen Entgiftung zählt für ihn zu diesen kleinen Ritualen. Er selbst nutzt dafür seit Jahren Toxaprevent mit dem Naturzeolith MANC, das Schwermetalle im Darm binden und wieder ausleiten kann, ohne selbst vom Körper aufgenommen zu werden. Wie das Zusammenspiel von Darm und den übrigen Entgiftungsorganen im Detail funktioniert, erklärt Marcus Stanton ausführlicher in unserem Beitrag Detox für den Körper.