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Mundflora, Darm und Immunabwehr: Warum der Mund mehr ist als nur Zähne

Inhalt des Webinars

Viele greifen bei Mundgeruch oder Zahnfleischproblemen automatisch zur antiseptischen Mundspülung, in der Annahme, ein möglichst keimfreier Mund sei das Ziel. Arzt Marcus Stanton erklärt in seinem Webinar, warum das oft der falsche Reflex ist und warum eine gesunde Mundflora genauso wichtig ist wie ein gesunder Darm.

Marcus Stanton ist Arzt mit Fokus auf ganzheitliche Medizin und praktiziert in Lübeck. Ihm ist es wichtig, Körperbereiche nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines zusammenhängenden Systems, und genau diesen Blick wendet er auch auf die Mundhöhle an.

Warum der Mund Teil des Verdauungs- und Immunsystems ist

Der Mund wird laut Stanton oft wie ein eigenständiger Bereich behandelt, dabei ist er schlicht der Anfang des Magen-Darm-Traktes. Hier findet der erste Kontakt mit Nahrung als Fremdstoff statt, entsprechend früh muss das Immunsystem einschätzen, was hereinkommt und ob Handlungsbedarf besteht.

Besonders ist außerdem die räumliche Nähe zum Gehirn. Mund- und Nasenhöhle liegen der Hypophyse und den umliegenden Nervenstrukturen sehr nahe, weshalb Reizungen in diesem Bereich laut Stanton einen direkten Einfluss auf Denken und Stimmung haben können. Stanton zeigt in seinem Webinar sogar Beispiele, wie sich Reize in diesem Bereich messbar auf die elektrische Aktivität im Gehirn auswirken können, ein Hinweis darauf, wie eng Mundraum und Nervensystem tatsächlich zusammenhängen.

Mundflora statt Keimfreiheit: Was das Zahnfleisch verrät

Genau wie der Darm hat auch der Mund seine eigene Mundflora, ein Gleichgewicht unterschiedlicher Bakterien. Wird dieses Gleichgewicht dauerhaft mit antiseptischen Lösungen bekämpft, statt es zu unterstützen, kann das laut Stanton mehr schaden als nützen. Sein Ziel ist deshalb eine ausgeglichene Mundflora, nicht ein möglichst keimfreier Mund.

Als Faustregel beobachtet Stanton in seiner Praxis, dass zurückgehendes Zahnfleisch häufig mit metabolischem Stress zusammenhängt, etwa mit oxidativem oder nitrosativem Stress im Körper. Der Speichel spielt dabei eine unterstützende Rolle, weil er mineralreich ist und zur Balance in der Mundhöhle beiträgt. Wer also nur lokal am Zahnfleisch ansetzt, übersieht laut Stanton häufig die eigentlichen Auslöser im Gesamtsystem. Auch Zahnersatz oder andere prothetische Elemente können die Mundflora reizen, wenn sie nicht optimal sitzen, ein Aspekt, den Stanton in der Praxis ebenfalls regelmäßig beobachtet.

Nasennebenhöhlen, Zahnherde und die Verbindung zum Darm

Auch die Nasennebenhöhlen stehen laut Stanton in engem Austausch mit dem Darm. Ist die Darmwand gereizt, kann sich das über gemeinsame Schleimhautmechanismen auch auf die Nasennebenhöhlen auswirken, etwa in Form von wiederkehrenden Reizungen. Wer also wiederkehrend mit verstopften Nasennebenhöhlen zu tun hat, sollte laut Stanton nicht nur lokal behandeln, sondern auch einen Blick auf die eigene Darmsituation werfen. Ein weiterer Fokus des Webinars sind sogenannte Zahnherde, alte oder aktive Entzündungsprozesse an der Zahnwurzel, die häufig über Jahre unbemerkt bleiben, ohne dass die betroffene Person überhaupt Schmerzen verspürt. Nicht jeder auffällige Befund im Röntgenbild ist laut Stanton automatisch ein aktives Problem, entscheidend ist eine individuelle Einschätzung, am besten gemeinsam mit einem Zahnarzt, der über den eigenen Fachbereich hinausschaut. Viele Menschen tragen laut Stanton solche älteren Befunde, ohne dass sie jemals Beschwerden verursachen, weshalb er von pauschalen, sofortigen Eingriffen ohne genauere Abklärung abrät.

Als tägliche, sanfte Unterstützung für die Mundflora empfiehlt Stanton unter anderem Toxaprevent Halistop. Die Kautabletten binden überschüssiges Histamin und Ammonium direkt im Mund- und Rachenraum, ohne die Mundflora wie ein Antiseptikum komplett zu unterdrücken. Als Basis in seiner Verordnung setzt er darüber hinaus meist auf Toxaprevent, um das Immunsystem insgesamt zu entlasten, eine Erfahrung aus über 20 Jahren Praxis. Für ihn zählt dabei nicht Dogma, sondern die wiederkehrende Beobachtung in der eigenen Praxis, dass sich der Grundzustand vieler Patient:innen dadurch spürbar verbessert. Wie eng verwandte Mechanismen im Darm selbst ablaufen, erklärt Stanton ausführlicher in unserem Beitrag zum Leaky-Gut-Syndrom.

Wer mehr über die Anwendung erfahren möchte, findet hier weitere Informationen zu Toxaprevent Halistop.

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