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Radioaktivität ausleiten: Was Cäsium 137 im Körper macht

Inhalt des Webinars

Waldpilze, Wildfleisch, alte Vorräte: Reste der radioaktiven Belastung durch Tschernobyl finden sich in Teilen Europas noch heute in der Nahrung. Arzt und Gesundheitslehrer Raik Garve erklärt in seinem Webinar, was Cäsium 137 im Körper eigentlich anrichtet und was die Forschung dazu weiß, wie sich Radioaktivität ausleiten lässt.

Raik Garve ist Arzt und seit 2005 Gesundheitslehrer und Dozent in der Erwachsenenbildung. Er hält im gesamten deutschsprachigen Raum Vorträge zur natürlichen Körperentgiftung und verbindet dabei schulmedizinisches Wissen mit praxisnaher Erfahrung.

Bevor es um Cäsium im Speziellen geht, lohnt ein Blick auf den Weg dorthin. Mit der Umwelt stehen wir laut Garve über drei große Kontaktflächen in Verbindung: die Haut mit etwa 1,5 Quadratmetern, die Lunge mit rund 80 Quadratmetern und die Magen-Darm-Schleimhaut mit etwa 400 Quadratmetern. Über den Darm nehmen wir dadurch mengenmäßig am meisten auf, weshalb er auch beim Thema Radioaktivität die zentrale Rolle spielt.

Wie Cäsium 137 in den Körper gelangt

Cäsium selbst ist chemisch kaum giftig, erklärt Garve. Das Problem ist die Strahlung der radioaktiven Variante Cäsium 137. Weil das Element dem Kalium chemisch ähnelt, wird es im Magen-Darm-Trakt gut aufgenommen und lagert sich vor allem im Muskelgewebe ein. Von dort aus gibt es über Wochen und Monate ionisierende Strahlung an das umliegende Gewebe ab, bis der Körper es nach und nach wieder ausscheidet. Die biologische Halbwertszeit liegt im Schnitt bei rund 110 Tagen. Ionisierende Strahlung bedeutet dabei, dass die Energie ausreicht, um andere Atome in der Umgebung der Zellen zu verändern, was Garve als das eigentlich Problematische an radioaktivem Cäsium beschreibt, nicht das Element selbst.

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 ergab sich für Erwachsene in Deutschland im Schnitt eine vergleichsweise geringe zusätzliche Strahlendosis. Genau darin liegt laut Garve die eigentliche Herausforderung: Nicht die einmalige, hohe Dosis ist meist das Thema, sondern die schleichende Bioakkumulation über einen langen Zeitraum, ähnlich wie bei anderen Umweltbelastungen.

Radioaktivität ausleiten: Was zwei Zeolith-Studien zeigen

An dieser Stelle setzt Garve auf einen mineralischen Absorber, den aktivierten Naturzeolith MANC, bekannt aus dem Medizinprodukt Toxaprevent. Der Wirkstoff funktioniert als selektiver Ionentauscher, er gibt Calcium- und Magnesium-Ionen ab und bindet im Gegenzug unter anderem Cäsium-Ionen an seine Kristallgitterstruktur. Da MANC selbst nicht vom Körper aufgenommen wird, verlässt es den Verdauungstrakt zusammen mit den gebundenen Stoffen auf natürlichem Weg wieder.

Garve stellt dazu zwei Tierstudien vor. In der ersten erhielten Mäuse cäsiumhaltiges Futter, ein Teil davon zusätzlich Toxaprevent Medipur. Bei gleichzeitiger Gabe war die Cäsiumaufnahme ins Körpergewebe im Schnitt rund 42 Prozent geringer als in der Vergleichsgruppe. Die zweite Studie untersuchte bereits eingelagertes Cäsium und zeigte eine im Schnitt etwa 58 Prozent schnellere Ausleitung bei regelmäßiger Einnahme des Präparats.

Beide Ergebnisse stammen aus Tiermodellen und lassen sich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen, zeigen aber ein plausibles Wirkprinzip: weniger Aufnahme neuer Belastung und eine beschleunigte Ausscheidung bereits eingelagerter Stoffe. Wie sich das Zusammenspiel von Darm, Leber und Entgiftungsorganen grundsätzlich gestaltet, erklärt Marcus Stanton ausführlicher in unserem Beitrag Detox für den Körper.

Wie du deinen Körper im Alltag unterstützen kannst

Radioaktivität lässt sich im Alltag kaum gezielt vermeiden, sie gehört zu den unsichtbaren Umweltfaktoren, denen wir alle in unterschiedlichem Maß ausgesetzt sind. Garve rät deshalb weniger zu Sorge als zu einem ruhigen, kontinuierlichen Umgang damit: Der Darm ist mit seiner großen Schleimhautoberfläche das Organ, über das die meisten Fremdstoffe aufgenommen, aber auch wieder ausgeleitet werden können.

Für alle, die diesen Prozess dauerhaft unterstützen möchten, bietet sich eine kurweise oder auch langfristige Einnahme von Toxaprevent an, je nach individueller Situation und am besten in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten. Auch Kinder und Haustiere können die Präparate laut Garve grundsätzlich einnehmen, in derselben Dosierung wie Erwachsene.

Wer sich für eine strukturierte Kur interessiert, findet hier weitere Informationen zur Intensivkur für Darm und Stoffwechselorgane.

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