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Darm-Hirn-Achse: Warum der Bauch mehr mitredet, als du denkst

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„Bauchgefühl“ ist mehr als eine Redewendung. Arzt Marcus Stanton zeigte in einem FroximunWorld-Webinar, wie eng Darm und Gehirn tatsächlich miteinander verschaltet sind, über die sogenannte Darm-Hirn-Achse, ein Zusammenspiel, das in der Forschung erst in den letzten Jahren wirklich ernst genommen wird.

Stanton begleitet Menschen in seiner Praxis, die genau an dieser Schnittstelle zwischen Verdauung und allgemeinem Wohlbefinden hängen, und legt in seinem Vortrag Wert darauf, ein verbreitetes Bild geraderücken: Die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn läuft aus seiner Sicht nicht so, wie viele annehmen, sondern eher in die andere Richtung, ein Zusammenspiel, das in der Forschung erst in den letzten Jahren wirklich ernst genommen wird.

Die Darm-Hirn-Achse: der Nervus Vagus als Standleitung

Eine der wichtigsten direkten Verbindungen zwischen Darm und Gehirn ist der Nervus Vagus, ein großer vegetativer Hirnnerv, der unter anderem an Atmung, Herzfrequenz und Verdauung beteiligt ist. Spannend wird es bei der Signalrichtung: Nur rund 10 Prozent der Signale laufen tatsächlich vom Gehirn zum Darm, die übrigen 90 Prozent gehen den umgekehrten Weg. Genau genommen ist der Nervus Vagus also eher ein Darmnerv als ein Hirnnerv, auch wenn er als Hirnnerv klassifiziert wird.

Der populäre Begriff vom Darm als „zweitem Gehirn“ trifft es aus Stantons Sicht deshalb nur bedingt. Evolutionär betrachtet war der Darm mit seinem eigenen enterischen Nervensystem zuerst da, das Gehirn kam als zusätzliche Instanz erst später hinzu. Dieses enterische Nervensystem ist so umfangreich, dass manche Fachleute ihm eine eigene Form von Bewusstheit zuschreiben, wenn auch eine andere als die des Gehirns. Die Darm-Hirn-Achse ist damit weniger eine Einbahnstraße vom Kopf zum Bauch, sondern in erster Linie der umgekehrte Weg.

Warum ein Großteil der Glückshormone im Darm entsteht

Neben dem Nervus Vagus kommunizieren Darm und Gehirn auch über Botenstoffe, etwa Zytokine und Hormone, die an beiden Enden registriert werden. Ein Beispiel ist Serotonin, oft als Glückshormon bezeichnet. Es wird aus der Aminosäure Tryptophan aus unserer Nahrung aufgebaut, und rund 90 Prozent davon entstehen im Darm, nicht im Gehirn. Serotonin wirkt sich dabei auf Stimmung, Schlaf und Verdauung gleichermaßen aus, ein Beispiel dafür, wie weitreichend die Wirkung von Vorgängen im Darm tatsächlich sein kann.

Auch andere Botenstoffe verbinden beide Systeme. Dopamin spielt neben seiner Rolle bei Motivation und Belohnungsgefühl gleichzeitig eine Rolle bei Stressregulation und Verdauungsprozessen. Gamma-Aminobuttersäure, kurz GABA, wirkt im zentralen Nervensystem beruhigend, während Acetylcholin unter anderem die Muskelkontraktionen im Darm steuert und damit einen geregelten Verdauungsablauf mitbestimmt. Ist diese Steuerung gestört, kann sich das laut Stanton beispielsweise in Verdauungsproblemen wie Verstopfung zeigen. Diese Beispiele machen deutlich, dass einzelne Botenstoffe fast immer an mehreren Stellen im Körper gleichzeitig wirken, nicht isoliert an nur einer.

Stanton rät deshalb, bei Veränderungen im allgemeinen Befinden nicht nur auf einzelne Laborwerte zu schauen, sondern das Gesamtbild im Blick zu behalten, denn viele dieser Zusammenhänge zeigen sich in einzelnen Werten oft gar nicht besonders deutlich.

Wie ein stabiler Darm das große Ganze unterstützt

Der Zustand der Darmwand ist zudem eng mit dem Immunsystem verknüpft: Rund 70 Prozent aller immunkompetenten Zellen sitzen im sogenannten darmassoziierten lymphatischen Gewebe. Ist die Darmwand gereizt, wirkt sich das über dieses Gewebe auf den Grundzustand des gesamten Immunsystems aus, ein Effekt, den Stanton mit der Reichweite von Massenmedien vergleicht: Was an einer Stelle passiert, bleibt selten dort begrenzt, sondern verbreitet sich weiter durch das ganze System.

An dieser Stelle kann der aktivierte Naturzeolith MANC unterstützen, bekannt aus der Toxaprevent-Produktreihe. Er kann Histamin binden und zur Beruhigung der Darmwand beitragen, was sich mit der Zeit auch auf das Gesamtsystem auswirken kann, einschließlich der Darm-Hirn-Achse. Wie du das sinnvoll in deinen Alltag einbaust, besprichst du am besten individuell mit deinem Arzt oder Therapeuten.

Mehr zum Zusammenspiel von Darm und Hormonsystem liest du in unserem Artikel Hormonachse und Darm.

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