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Mundgeruch: Wo die Ursache wirklich liegt

Inhalt des Webinars

Das kommt bestimmt vom Magen.“ Diesen Satz hört Dr. Wolfgang Kufahl in seiner Praxis immer wieder, wenn es um Mundgeruch geht, meist verbunden mit einem gewissen Unbehagen. In einem FroximunWorld-Webinar räumt der Umweltzahnmediziner mit genau dieser weitverbreiteten Annahme auf.

Kufahl untersucht Mundgeruch, fachsprachlich Foetor ex ore, seit vielen Jahren systematisch in seiner Praxis, unter anderem mit speziellen Messgeräten. Sein erster Punkt: Bevor man nach der Ursache sucht, lohnt sich ein Blick auf die Statistik, denn die widerspricht der verbreiteten Vermutung ziemlich deutlich, wie sich gleich zeigt.

Woher Mundgeruch wirklich kommt

Rund 90 Prozent aller Fälle von Mundgeruch haben ihren Ursprung tatsächlich in Mund, Nase und Rachenraum, nicht im Magen, wie oft vermutet wird. Verantwortlich sind meist anaerobe Bakterien, die bei der Zersetzung von Speiseresten und Eiweißen flüchtige Schwefelverbindungen freisetzen, genau diese sorgen für den typischen Geruch. Besonders die Zunge spielt dabei eine Hauptrolle: Auf ihrer Oberfläche sammeln sich Bakterien und Beläge, die sich beim Sprechen und Atmen ständig im gesamten Mundraum weiter verteilen.

Nur bei etwa 10 Prozent liegt die Ursache woanders, etwa als Nebenwirkung bestimmter Medikamente oder im Rahmen anderer gesundheitlicher Beschwerden. Auch Mundtrockenheit spielt eine Rolle und kann selbst wieder viele Auslöser haben, von Flüssigkeitsmangel über bestimmte Medikamente bis zu hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren.

Ein Auslöser, den viele gar nicht kennen, sind sogenannte Mandelsteine, auch Tonsillensteine genannt. Dabei handelt es sich um verhärtete Ablagerungen aus Bakterien, Speiseresten und Speichel, die sich in den Vertiefungen der Mandeln bilden, ähnlich wie Zahnstein an den Zähnen. Viele Betroffene bemerken sie erst, wenn sich ein kleines, übel riechendes Stück beim Husten oder Essen plötzlich löst, ohne zu wissen, woher es kam. Mandelsteine können über Jahre hinweg unbemerkt für schlechten Atem sorgen, weil sie selten von außen sichtbar sind und deshalb leicht übersehen werden, auch beim Zahnarztbesuch.

Wie Mundgeruch diagnostiziert wird

Kufahl setzt in der Diagnostik auf eine Kombination aus Verfahren. Bei der organoleptischen Untersuchung wird der Atem aus definiertem Abstand direkt beurteilt, ergänzt durch ein sogenanntes Halimeter, das die Konzentration der Schwefelverbindungen in der Ausatemluft misst. Zusätzlich kann ein Abstrich vom Zungenrücken zeigen, wie stark die geruchsbildenden Bakterien dort tatsächlich aktiv sind. Erst die Kombination mehrerer Tests ergibt laut Kufahl ein verlässliches Bild, ein einzelner Test allein reicht dafür nicht aus. Eine Kontrolle nach einigen Wochen zeigt dann, ob sich die getroffenen Maßnahmen tatsächlich auswirken.

Wichtig ist ihm dabei auch die Abgrenzung zu anderen Ursachen im Mundraum: Karies und Parodontose können den Mundgeruch zusätzlich verstärken und sollten deshalb immer mitbehandelt werden, statt sich allein auf die Zunge zu konzentrieren. Auch eine übermäßige Vermehrung des Hefepilzes Candida albicans, der eigentlich ein harmloser Teil des natürlichen Mundmikrobioms ist, kann zu weißen Belägen und unangenehmem Geruch führen, begünstigt etwa durch trockene Schleimhäute oder ein geschwächtes Immunsystem.

Wie MANC bei Mundgeruch unterstützen kann

Der aktivierte Naturzeolith MANC, bekannt aus der Toxaprevent-Produktreihe, kann die geruchsbildenden Schwefelverbindungen direkt an seiner Oberfläche binden. In der Praxis empfiehlt Kufahl dafür verschiedene Anwendungsformen: die Halistop-Lutschtabletten für unterwegs, ein zeolithhaltiges Pulver zur Zungenpflege oder eine Mundspülung mit Toxaprevent. Auch bei Mandelsteinen kann eine ergänzende Anwendung von MANC-Pulver oder -Suspension im Rachenbereich sinnvoll sein, zusätzlich zur mechanischen Entfernung durch Spülen, Absaugen oder beim Zahnarzt. Wichtig ist ihm dabei, den Mundraum nicht isoliert zu betrachten, sondern die tägliche Mundpflege als Teil eines größeren Ganzen zu sehen, das bis in den Magen-Darm-Trakt hineinreicht.

Eine professionelle Zahnreinigung und eine gründliche, tägliche Zungenpflege bleiben dabei laut Kufahl die Basis, auf der alles andere aufbaut, unabhängig davon, welche zusätzlichen Ursachen im Einzelfall noch eine Rolle spielen.

Mehr zum Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Allergien liest du in unserem Artikel Mundgesundheit und Allergien.

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